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Die Paarung dauert im Durchschnitt zwischen 15 und 30 Minuten. Manchmal auch bis 45 Minuten. Wir setzen hierzu die Weibchen in das Terrarium des Männchens. Ist dieser paarungsbereit, beginnt er nun mit der Balz. Diese äussert sich in Kopfnicken und seitlichem Abflachen bei voller Farbenpracht. Ist auch das Weibchen paarungsbereit, so stört es sich nicht sonderlich am Männchen und geht langsam auf den Ästen umher, während sich der Bock nähert. Schließlich klettert er auf den Rücken des Weibchens, welches nun ihren Schwanz anhebt. Daraufhin kommt es zur Kopulation (Bild unten rechts). Weibchen, die nicht paarungsbereit oder trächtig sind, fauchen das Männchen an, werden sehr dunkel und versuchen es manchmal sogar zu verbeissen (Bild unten links).

Tipp: Manchmal kann es vorkommen, dass das Weibchen paarungsbereit ist, das Männchen aber kaum balzt bzw. balzend auf seinem Ast sitzen bleibt. Gibt man dem Pärchen bei warmen Aussentemperaturen dann die Möglichkeit, im Garten ungefiltertes Sonnenlicht zu tanken, kommt es oft schon während des Freilandaufenthaltes zur Paarung.                         Manche Böcke schauen sich lediglich neugierig in der Umgebung um. Sie paaren sich dann meist mit dem Weibchen, wenn sie wieder im Terrarium sitzen. Diese Methode hilft zwar nicht immer, jedoch so häufig, dass es einen Versuch wert ist.

Zur Eiablage graben die Weibchen, meist erst nach mehreren Probegrabungen, einen kleinen Gang in die Erde (siehe auch Videos), an dessen Ende die Eier abgelegt werden. Danach wird das Erdloch vom Weibchen wieder verschlossen.

Auf den folgenden Bildern wird der Verlauf einer Verpaarung gezeigt:

Der Bock geht auf das Weibchen zu und nickt dabei heftig mit dem Kopf.

Das paarungsbereite Weibchen wendet sich langsam von ihm ab und geht ruhig umher.

Der Bock klettert auf den Rücken des Weibchens, welches nun ihren Körper flach auf den Ast presst.

Sie hebt ihren Schwanz, während der Bock versucht, seine Kloake über ihre zu legen.

Hat er sie “gefunden”, kommt es zur Kopulation, indem er einen seiner beiden Hemipenise einführt.

Danach zieht er ihn wieder ein und die Wege des Paares trennen sich wieder.

Ist das Weibchen nach den erfolgten Paarungen nicht mehr brünstig, zeigt sie es dem Männchen durch die typische Trächtigkeitsfärbung: Die Grundfarbe des Körpers wird dunkler und es zeigt sich ein Lateralstreifen aus perlenkettenartigen, helleren, meist hellorangen Farben.

Am Ende der Trächtigkeit gräbt das Weibchen eine Erdhöhle.

Ist diese tief genug, dreht es sich um und beginnt ihre Eier abzulegen.

Sind alle Eier abgelegt,wird die Erdhöhle wieder verschlossen und das Weibchen klettert davon.

Die Eier werden dem Terrarium entnommen und in Heimchenschachteln (ohne Lüftungslöcher) in feuchtem Vermiculit inkubiert. Ein Wasser-Vermiculite- Verhältnis von 2:1 hatte sich bei uns auf Dauer nicht bewährt. Daher wechselten wir auf ein Verhältnis von 1,2 bis 1,3:1.

Der Schlupf eines Jungtieres.

Diese Fotos enstanden wenige Tage nach dem Schlupf:

Diese Aufnahmen entstanden etwa zwei Wochen nach dem Schlupf. Manchen Jungtieren sieht man ihr Geschlecht zeitweise schon anhand ihrer Färbung an (Bild oben: Männchen; Bild links: Weibchen). Jedoch zeigen bei weitem nicht alle Tiere aus dem Gelege in dem Alter solche deutlichen Farben. Aber selbst diese Tiere...  

 ...können an einem anderen Tag wieder farblich sehr ähnlich aussehen. Im Bild unten sind nochmal zum Vergleich ein Bock und ein Weibchen ( Nosy Bé) zu sehen.

Die Jungtiere werden anfangs in kleinen Gruppen, später einzeln untergebracht. Als Beleuchtung dient eine Leuchtstoffröhre und ein 20 Watt-Halogenstrahler. Der Einfachheit halber befinden sich feinfiedrige Kunstpflanzen im Terrarium, an denen sich beim Sprühen sehr gut kleine Wassertropfen sammeln.