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Die Beleuchtung bei den Parsoniis bestand anfangs aus HQI-Strahlern und Leuchtstoffröhren (im Bild unten noch nicht eingeschaltet). Jedoch fühlten sich die Tiere bei schwächerer Beleuchtungsstärke und punktuellen kleinen Strahlern wohler, sodass auf dieses System umgestellt wurde. Durch die Beleuchtung des unteren Terrariums wird der Boden des Oberen tagsüber warmgehalten, sodass durch die ständige Verdunstung eine recht hohe Luftfeuchte erhalten bleibt.

Die Parsoniis suchen zum Schlafen und Ruhen gerne die dichte Bepflanzung auf. Deshalb sollte man damit in ihren Becken nicht sparen. Auch ist eine Sprühanlage von Vorteil, da so eine konstante und regelmäßige Wasserversorgung (Luftfeuchte, Trinkwasser) gewährleistet ist. Um eine ausreichende Wasserversorgung zu gewährleisten, wird ihnen zusätzlich manuell 2-3 mal die Woche Wasser angeboten.

Die Terrarien bestehen aus weißen beschichteten Spanplatten. Allerdings muss man die Schnittkanten und die Ecken gut versiegeln (Anleimer, Silikon), weil die Platten sonst durch das aufgesogene Wasser beginnen zu quellen. Dieses Material hat den Vorteil, dass das Becken durch die weiße Farbe recht hell wirkt und sehr hygienisch ist. Es kann leicht abgewaschen oder desinfiziert werden. Im Gegensatz zu Glas sieht man keine durch das Sprühen entstandenen Kalkflecken und die spiegelnde Fläche wird auf die Frontseite reduziert.

Die Terrarien der Pantherchamäleons werden ebenso mit vielen Pflanzen ausgestattet

Bevor wir auf die beschichteten Spanplatten umgestellt haben, bestanden die Terrarien aus OSB-Platten (Bild unten).

Der zu sehende Brunnen im Terrarium hatte sich bei uns nicht bewährt. Er wurde von den Chamäleons nicht als Tränke benutzt und war eine Falle für umherlaufende Futtertiere. Um die Bildung eines Bakterienrasens zu vermeiden, musste man täglich den Brunnen reinigen, was aber wieder viel Stress für die Tiere bedeutet. Da die Luftfeuchte und die Trinkwasserversorgung nun auf oben genannte Weise gewährleistet ist, verzichten wir auf ihn.

Als Bodengrund verwenden wir handelsübliche Blumenerde, über die eine Schicht Walderde mit Laub verteilt wird. Ein negativer Effekt für die Chamäleons konnte bisher nicht beobachtet werden. Im Gegenteil, sie fressen sehr gerne die manchmal unter den Blättern hervor kriechenden Kellerasseln und anderen Kleinlebewesen. Dabei sitzen sie manchmal eine sehr lange Zeit in der Nähe des Bodengrundes und beobachten ihn nach

neuen Leckerbissen. Angst vor einer zu grossen “Bakterienflut” mit diesem Bodengrund haben wir nicht, da der Boden mit den vielen verschiedenen Lebewesen in einem guten Gleichgewicht steht, und hier kein Schimmel oder andere schädliche Mikroorganismen überhand nehmen. Er sollte jedoch nie vollständig austrocknen, damit die vielen kleinen Bodenorganismen nicht austrocknen. Sie “entsorgen” sehr zuverlässig anfallendes organisches Material wie Blätter, nicht gefundene tote Futtertiere etc.. Dazu tragen auch die zusätzlich im Bodengrund ausgesetzten Springschwänze und weißen Asseln ihren Teil bei. Auch wenn der von den Chamäleons anfallende Kot von ihnen sehr schnell zersetzt würde, wird er aus hygienischen Gründen immer entfernt. Die enorme Aktivität des “lebenden” Bodens sieht man gut daran, wie schnell das Laub abgebaut wird. Ist dies der Fall, wird einfach eine dünne Schicht nachgestreut.

Damit durch die täglich mehrmalige Beregnung über die Sprühanlage keine Staunässe im Bodengrund aufkommt, ist im Boden des Terrariums ein Abfluss eingebaut, über den das überschüssige Wasser in einen Eimer abfliessen kann. Damit er nicht von gröberen Bestandteilen verstopft wird, ist darüber einfach ein Stück Alugaze angebracht.

In den ersten Wochen werden die Jungtiere noch zusammen aufgezogen, später jedoch einzeln gehalten. Die Beleuchtung besteht in beiden Fällen aus Leuchtstoffröhren und einem oder mehreren 20W-Strahlern. Mit fortgeschrittenem Alter wird dann auch die Stärke der Strahler erhöht. Bodengrund ist in den Aufzuchtterrarien in den ersten Wochen nicht vorhanden.